Beim aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts in Kinshasa insgesamt 7.022 Fälle registriert worden; 3.398 Menschen sind den Behörden zufolge gestorben.
Dem Bericht zufolge befinden sich derzeit 837 Personen in Isolation oder Behandlung. Erfasst werden demnach nur die Fälle seit der Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai; Expertinnen und Experten gehen von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus und vermuten, dass sich das Geschehen bereits monatelang unentdeckt entwickelt haben könnte.
Erstmals wurde ein Fall in der Provinz Süd‑Ubangi im Nordwesten des Landes nachgewiesen; damit ist der Ausbruch auf die siebte Provinz ausgeweitet. Der Ausbruch war ursprünglich im Osten des Landes begonnen.
Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC meldet in mehreren Hotspots der Provinz Ituri einen Trend zu niedrigeren Fallzahlen.
Gleichzeitig seien die Sterbefallzahlen weiterhin hoch, insbesondere dort, wo Menschen außerhalb spezialisierter Behandlungszentren sterben. Africa CDC führt die verlangsamte Zunahme der Todesfälle teilweise darauf zurück, dass mehr Erkrankte früher Behandlungszentren aufsuchen.
Nach Angaben von Gesundheitsbehörden ist der derzeitige Erreger vom Typ Bundibugyo und für diesen Typ gebe es bislang keinen spezifischen Impfstoff beziehungsweise keine zugelassene spezifische Therapie. Übertragen wird das Virus durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten; die Erkrankung kann mit hohem Fieber, Durchfall und Blutungen verlaufen.
Für Apotheken bedeutet die Lage vor allem, Impf- und Therapiefragen sowie mögliche Versorgungsengpässe in der internationalen Zusammenarbeit und bei Hilfsmaßnahmen zu beobachten.





