Die DELTA‑RCT untersucht, ob niedrig dosiertes Levothyroxin (≤50 µg) bei Patientinnen und Patienten mit latenter Hypothyreose sicher abgesetzt werden kann (TU Dresden, 15.07.2026).
Die Studie ist als dreigruppige, doppelt verblindete, multizentrische RCT in Hausarztpraxen geplant; verglichen werden Schritt‑weises Reduzieren, sofortiges Absetzen und Fortführung der bisherigen Therapie. Als Einschluss gelten Patientinnen und Patienten mit 25 µg oder 50 µg Levothyroxin; die Rekrutierung soll in etwa 40 Praxen erfolgen mit rund 396 Teilnehmern (Zielgröße ≈400) (DELTA‑RCT Steckbrief, Mai 2026).
Primärer Endpunkt ist biochemisch definiert: TSH und fT4 innerhalb altersadäquater Referenzbereiche sechs Monate nach Interventionsbeginn; es sind quartalsmäßige klinische und laborchemische Kontrollen über die Hausärztinnen und Hausärzte vorgesehen (Steckbrief).
Koordiniert wird das Projekt von der Klinik/Abteilung Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden; Projektleiterin ist Dr. Karen Voigt, das Vorhaben läuft in Kooperation mit Universitäten in Leipzig und Cottbus (TU Dresden, Steckbrief).
Finanziert ist DELTA‑RCT mit dem Förderkennzeichen 01KG2511; die Bundesförderstelle nennt eine Fördersumme von €3.592.764 für den Zeitraum 2026–2030 (Gesundheitsforschung BMFTR).
Zum aktuellen Stand sind noch keine Studienergebnisse veröffentlicht; Laufzeitdaten geben einen Projektzeitraum bis Juni 2030 an (Steckbrief; APOTHEKE ADHOC).
"Wird der Nachweis erbracht, dass ein sicheres Absetzen möglich ist, werden wir entsprechende Handlungsempfehlungen für Ärztinnen und Ärzte veröffentlichen." — Dr. Karen Voigt, TU Dresden (Pressemitteilung TU Dresden, 15.07.2026)
Hinweis: Eine öffentliche Registrierung der Studie in den großen Trial‑Registern ließ sich bei der Recherche nicht finden; als öffentlich zugängliche Referenzen dienen die TU‑Dresden‑Dokumente und die Förderseiten (Steckbrief; BMFTR).
Für Apotheken relevant bleibt, dass die Studie gezielt die Frage adressiert, ob langjährige, niedrige Levothyroxin‑Therapien bei meist asymptomatischen Patientinnen und Patienten medizinisch notwendig sind und wie ein sicheres Deprescribing in der Primärversorgung gestaltet werden kann (TU Dresden).




