Der Deutsche Apothekertag (DAT) soll laut APOTHEKE ADHOC den Schwerpunkt auf das Vorgehen gegen Rx‑Boni und Zuzahlungs‑Erlasse durch große Versandhändler legen (APOTHEKE ADHOC, 9.9.2026: apotheke-adhoc.de).
Was die Antragslage zeigt
APOTHEKE ADHOC berichtet, das vorläufige DAT‑Antragsbuch umfasse rund 150 Seiten und enthalte etwa 14 Anträge, die sich mit Honorar und Zuzahlung befassen; mehrere davon richten sich gegen die Praxis der Versandhändler (apotheke-adhoc.de, 18.8.2026).
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Berichterstattung verweist auf eine rechtliche Begrenzung durch den Europäischen Gerichtshof: Das Urteil C‑148/15 vom 19. Oktober 2016 wird als Grund genannt, warum nationale Preisbindungsregeln gegenüber EU‑Versendern kaum durchsetzbar sind (EuGH, Urteil C‑148/15, 19.10.2016: eur-lex.europa.eu).
Positionen und praktische Folgen
- APOTHEKE ADHOC dokumentiert, dass große Versandhändler seit Wochen mit dem Verzicht auf die Eigenbeteiligung werben (APOTHEKE ADHOC, 9.9.2026: apotheke-adhoc.de).
- Der GKV‑Spitzenverband sagte gegenüber APOTHEKE ADHOC, Discounts seien nach bisheriger Rechtsprechung zulässig und „Sei das nicht gewünscht, müsse der Gesetzgeber agieren.“ (Zitat: GKV‑Spitzenverband in APOTHEKE ADHOC, 9.9.2026: apotheke-adhoc.de).
- APOTHEKE ADHOC zitiert außerdem ABDA‑Präsident Thomas Preis in der Charakterisierung der Strategie, sich auf wenige zentrale Forderungen zu konzentrieren (APOTHEKE ADHOC, 9.9.2026).
Fazit der Berichterstattung: Die Apothekenschaft setzt auf Fokussierung; ihre Erfolgsaussichten gegen Rx‑Boni hängen aber wesentlich davon ab, ob Änderungen auf nationaler Ebene mit EU‑Recht vereinbar sind oder eine politische Initiative in Brüssel gelingt (APOTHEKE ADHOC; EuGH‑Urteil C‑148/15).




