Eine aktuelle DAK‑Umfrage unter Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10 ergab, dass 49 Prozent Schlafstörungen angeben, teilte die Krankenkasse mit.

Stichprobe und Methode

Für das Präventionsradar 2025/26, das seit 2016 regelmäßig vom Institut für Therapie‑ und Gesundheitsforschung erstellt wird, wurden demnach rund 30.000 Kinder und Jugendliche aus 141 allgemeinbildenden weiterführenden Schulen in 15 Bundesländern einbezogen (alle Bundesländer außer dem Saarland).

Wesentliche Befunde

  1. 49 % der Befragten berichten von Schlafstörungen.
  2. 69 % geben an, sich mindestens einmal pro Woche erschöpft zu fühlen.
  3. 49 % berichten zudem über ein vermindertes Wohlbefinden.
  4. Nur 57 % blicken positiv in ihre eigene Zukunft.

Vergleichsdaten der Erhebung zeigen demnach einen Anstieg: Im Schuljahr 2019/2020 lag der Anteil mit Schlafproblemen bei 36 %; im letzten Schuljahr wurden 46 % berichtet. Zur Erschöpfung geben die Vergleichswerte 52 % vor drei Jahren gegenüber 69 % aktuell an.

Kontext

Die Erhebung stellt die Befunde in Beziehung zu den jüngsten Ergebnissen der Pisa‑Studie 2025, in der nach Angaben der Veröffentlichung rund 6.700 15‑Jährige getestet wurden. Die DAK führt aus, dass frühe Erschöpfung und Schlafprobleme die Lernvoraussetzungen beeinträchtigen können; der DAK‑Vorsitzende Andreas Storm forderte daher mehr Gesundheitskompetenz in Schulen. Der Präsident des Verbands der Kinder‑ und Jugendärzte, Michael Hubmann, macht übermäßige Mediennutzung als möglichen Faktor verantwortlich.

Relevanz für Apotheken

Für den Apothekenalltag bedeuten die Befunde ein größeres Beratungs‑ und Versorgungsbedürfnis bei Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern. Apotheken können Schlafhygiene‑Informationen bereitstellen, auf altersgerechte Präventionsangebote und niedergelassene Kinderärztinnen und ‑ärzte verweisen sowie geeignete OTC‑Hilfen und Medikationsprüfungen anbieten. Kooperationen mit Schulen und Gesundheitsdiensten können die Ansprache Betroffener ergänzen.

Instagram